Mo. Mai 25th, 2020

Die Wirkung von Hühnersuppe + EXTRA (Rezept)

Sie schmeckt gut, wärmt durch und wirkt gegen Erkältung: die Hühnersuppe. Aber was genau macht die Hausmannskost zum Hausmittel Nr. 1, wenn der Hals kratzt und die Nase trieft? Hier finden Sie alles Wissenswerte und ein einfaches, leckeres Grundrezept.

Wieso ist Hühnersuppe gut bei Erkältung?

Dass Hühnersuppe tatsächlich gegen Erkältung hilft, haben mittlerweile verschiedene Studien belegt. So nahmen unter anderem Forscher der Universität von Nebraska, USA, genauer unter die Lupe, was dran ist an dem vermeintlichen Mythos. Dafür kochten sie das klassische Gericht mit Gemüse wie Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Petersilie nach einem traditionellen Rezept.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis: Hühnersuppe wirkt sich gleich aus mehreren Gründen positiv auf Erkältungsbeschwerden aus und kann bei der Genesung unterstützen. Laut den Forschern blockieren die Inhaltsstoffe vor allem die Aktivität der sogenannten Neutrophilen. Diese speziellen weißen Blutkörperchen breiten sich bei Virusinfektionen wie Erkältung und Grippe im Körper aus und können Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute auslösen.

Studien belegen die Wirkung von Hühnersuppe

Wie weitere Studien ergeben haben, enthält das Hähnchenfleisch in der Suppe die Aminosäure Cystein, die entzündungshemmend wirkt und die gereizten Schleimhäute abschwellen lässt. Hinzu kommt Carnosin, das im Zusammenspiel mit Zink unser Immunsystem stärkt. Weitere Hilfe kommt aus dem Gemüse: Eisen, Vitamine, Betacarotin und spezielle sekundäre Pflanzenstoffe können ebenfalls die Entzündungen hemmen. Hühnersuppe hat also eine nachgewiesene medizinische Wirkung.

Als echter Allrounder hat die Suppe darüber hinaus noch einige Gemeinsamkeiten mit anderen Hausmitteln gegen Erkältung. Empfehlenswert ist:

  • Viel trinken: Die Suppe hilft, ebenso wie heißer Tee, Ihren Wasserhaushalt zu regulieren.
  • Suppe möglichst heiß essen: Die Wärme unterstützt Ihren Körper, die temperaturempfindlichen Erkältungsviren zu bekämpfen. Für Kinder sollten Sie die Suppe allerdings etwas abkühlen lassen.
  • Nasenschleimhäute feucht halten: Das Einatmen der aromatischen Dämpfe der heißen Suppe wirkt wie ein Dampfbad.

Hilft auch fertige Hühnersuppe gegen Erkältung?

Ganz eindeutig lässt sich das nicht sagen. Bei Vergleichen von frischen und fertigen Hühnersuppen aus der Dose kamen Wissenschaftler zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wichtig soll unter anderem sein, dass das Hühnerfleisch schonend und lange genug gekocht und ein ganzes Huhn für die Zubereitung verwendet wird.

Hühnersuppe kochen bei Erkältung: Das Grundrezept

Für eine gehaltvolle Hühnersuppe bereiten Sie zunächst eine Brühe zu und reichern diese im Anschluss mit Fleisch und Gemüse an. Für das Rezept für Hühnersuppe benötigen Sie die folgenden Zutaten:

  • 1 Suppenhuhn (ohne Innereien)
  • 1 Bund Suppengrün (bestehend aus Knollensellerie, Karotte, Porree, Petersilienwurzel und Blattpetersilie)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2-3 l kaltes Wasser
  • Salz, Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, 10 Körner Piment
  • weiteres Gemüse und Nudeln als Suppeneinlage
  • verschiedene frische Kräuter (z.B. Schnittlauch, Koriander oder Thymian)

So starten Sie: Waschen Sie das Suppenhuhn und entfernen Sie die Fettdrüse am Schwanz. Teilen Sie das Huhn dann mithilfe einer Geflügelschere und eines scharfen Messers entlang der Wirbelsäule in 2 Hälften. Schneiden Sie nun von jeder Hühnerhälfte die dicken Hinterkeulen ab. Jetzt haben Sie 4 Teile, die gut in Ihren Suppentopf passen sollten.

Putzen Sie das Suppengrün. Anschließend schneiden Sie alles in etwa 2 Zentimeter große Stücke. Schälen und halbieren Sie Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer. Waschen Sie alles unter fließendem kaltem Wasser ab.

Legen Sie nun abwechselnd Hühnchenteile und Gemüse in den Suppentopf. Gießen Sie so viel kaltes Wasser zu, dass alles bedeckt ist. Geben Sie die Gewürze dazu.

Lassen Sie die Hühnerbrühe mindestens 1,5 Stunden bei kleiner Hitze kochen. Füllen Sie dabei regelmäßig Wasser nach.

Gießen Sie anschließend die entstandene Brühe mithilfe eines Metallsiebes in einen anderen Topf ab und trennen Sie sie so von Fleisch, Gemüse, Lorbeer und Piment.

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